Willkommen beim Landesverwaltungsgericht Tirol!

Die Bundesverfassung sieht als Beschwerdeinstanzen in allen Verwaltungsangelegenheiten Verwaltungsgerichte erster Instanz vor, und zwar sowohl in Verwaltungsstrafsachen als auch in Administrativangelegenheiten. Die Verwaltungsgerichte entscheiden entweder durch Erkenntnis oder durch Beschluss. Die verwaltungsgerichtliche Kontrolle ist nicht bloß auf die Kassation von Bescheiden beschränkt, vielmehr haben die Verwaltungsgerichte in der Regel in der Sache selbst mit Erkenntnis zu entscheiden.

Während für Beschwerden in den Angelegenheiten der unmittelbaren Bundesverwaltung das Bundesverwaltungsgericht und für Beschwerden in den Abgabensachen des Bundes das Bundesfinanzgericht zuständig ist, entscheiden in nahezu allen übrigen Beschwerdesachen die Landesverwaltungsgerichte. Sie erkennen in Angelegenheiten der Landesverwaltung und mittelbaren Bundesverwaltung über

-       Beschwerden gegen den Bescheid einer Verwaltungs-behörde wegen Rechtswidrigkeit (Bescheidbeschwerde),

-       Beschwerden gegen die Ausübung unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehls- und Zwangsgewalt wegen Rechtswidrigkeit (Maßnahmenbeschwerde) und

-       Beschwerden wegen Verletzung der Entscheidungs-pflicht durch eine Verwaltungsbehörde (Säumnis-beschwerde).

Da in Tirol der innergemeindliche Instanzenzug ausgeschlossen wurde, erkennt das Landesverwaltungsgericht Tirol auch über Beschwerden gegen Bescheide eines Bürgermeisters, beispielsweise in Baurechtsangelegenheiten.

Das Landesverwaltungsgericht Tirol hat seinen Sitz in Innsbruck und ist für das Bundesland Tirol örtlich zuständig.

Gegen die Entscheidungen der Verwaltungsgerichte stehen das Rechtsmittel der ordentlichen bzw außerordentlichen Revision an den Verwaltungsgerichtshof sowie bei Verletzung in verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechten oder in Rechten wegen Anwendung einer rechtswidrigen generellen Norm das Rechtsmittel der Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof offen.